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Philippinen: El Nido, Coron und der Norden Palawans

16. Juni 2026·7 Min. Lesezeit
Traditionelle Bangka mit Ausleger auf einer türkisfarbenen Lagune, gesäumt von Karstfelsen, Palawan, Philippinen

Türkisfarbene Lagunen in El Nido, Wracks vor Coron, Überfahrt per Fähre oder Expedition in der Bangka: unsere Route durch den Norden Palawans, mit den Touren A bis D im Detail, dem richtigen Zeitfenster von Dezember bis Mai und dem Bargeld-Hinweis, der eine Reise rettet.

Kalksteinfelsen, die in türkisfarbenem Wasser stehen, Lagunen, die man sich im Kajak verdient, und Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg in 10 bis 40 m Tiefe: Der Norden Palawans verdichtet das Beste, was die Philippinen zu bieten haben. In rund zehn Tagen zwischen El Nido und Coron entsteht eine der schönsten Inselreisen Asiens. So bauen wir sie auf: Bootstouren im Detail erklärt, Überfahrt inklusive, mit den echten Zahlen und den Vorsichtsmaßnahmen, die böse Überraschungen ersparen.

Warum der Norden Palawans statt Boracay oder Cebu? Weil dort alles konzentriert ist: zwei Standorte, El Nido und Coron, getrennt durch eine Überfahrt, die selbst ein Höhepunkt der Reise ist, und Dutzende Inselchen, erreichbar mit der Bangka, dem lokalen Auslegerboot. Keine langen Fahrten, kein zersplittertes Programm zwischen drei weit entfernten Inseln: Man packt zweimal die Koffer aus, und das Meer erledigt den Rest.

Von Luxemburg nach Palawan

Rechnen Sie mit 14 bis 16 Flugstunden bis Manila, mit 1 bis 2 Zwischenstopps, meist über Doha, Dubai oder Singapur. Danach gibt es zwei Optionen für El Nido: einen Inlandsflug nach Puerto Princesa (etwa 1 h 20) mit anschließenden 5 bis 6 Stunden im Van, oder einen Direktflug zum kleinen Flugfeld von Lio, zehn Minuten von der Stadt, teurer, aber fast ein ganzer gesparter Tag. Unsere Lieblingskombination: über El Nido ankommen und über den Flughafen Busuanga auf der Coron-Seite zurückfliegen, um nie denselben Weg zweimal zu machen. Und wenn Ihre Zeiten knapp sind, planen Sie auf dem Hinweg eine Nacht in Manila ein: Inlandsanschlüsse verzeihen keine Verspätung des Langstreckenflugs.

El Nido: die Touren A bis D, eine Gebrauchsanweisung

In El Nido erkundet man den Bacuit-Archipel beim Island Hopping über vier standardisierte Rundtouren, schlicht A, B, C und D genannt. Alle starten gegen 9 Uhr und kehren gegen 16 Uhr zurück, gegrilltes Mittagessen am Strand inklusive, für 1 400 bis 1 800 PHP pro Person, also etwa 22 bis 28 € (rechnen Sie mit rund 65 PHP für 1 €). Dazu kommt die lokale Öko-Gebühr, zehn Tage gültig, einmalig bei der Ankunft zu zahlen. Die Boote werden geteilt, in der Regel mit rund fünfzehn Passagieren; die private Charter einer Bangka lässt sich für eine Gruppe oder einen besonderen Anlass verhandeln.

  • Tour A, die der Lagunen: Big Lagoon oder Small Lagoon je nach Zeitfenster, Secret Lagoon, Shimizu Island und der Strand Seven Commandos. Die gefragteste, als Erste zu buchen.
  • Tour B, die ruhigste: die Sandbank von Snake Island, die Höhle von Cudugnon, deutlich weniger besuchte Inselchen.
  • Tour C, neben A unser Favorit: Hidden Beach, Secret Beach, das Heiligtum von Matinloc und großartiges Schnorcheln.
  • Tour D: die Strände und die Lagune der Insel Cadlao, perfekt für einen sanfteren Tag am Ende der Reise.

Buchen Sie Tour A gleich am ersten Abend

Der Zugang zur Big Lagoon ist über Zeitfenster gedeckelt: Von Februar bis April sind die Plätze ein bis zwei Tage im Voraus vergriffen. Sichern Sie sich Tour A gleich bei Ihrer Ankunft in El Nido und behalten Sie B oder D als Ausweichlösung, falls das Wetter das Programm durcheinanderbringt. Zwei Touren genügen völlig: Der klassische Fehler ist, alle vier aneinanderzureihen und ab dem dritten Tag keinen Unterschied mehr zwischen zwei Lagunen zu sehen.

Coron: Wracks und Seen

Coron spielt eine andere Partitur. Im September 1944 wurde eine japanische Versorgungsflotte in der Bucht versenkt: Rund zehn Wracks ruhen heute in 10 bis 40 m Tiefe, was Coron zu einem der renommiertesten Wracktauchreviere Asiens macht. Zertifizierte Taucher erkunden die Okikawa Maru oder die Irako; alle anderen kommen beim Schnorcheln über dem Lusong Gunboat auf ihre Kosten, das wenige Meter unter der Oberfläche sichtbar ist. Zwischen zwei Ausfahrten die Pflichttermine der Gegend: der Kayangan-See mit seinem glasklaren Wasser, die Twin Lagoon mit ihrer Felsdurchfahrt bei Ebbe, der Barracuda-See mit seiner seltsamen warmen Wasserschicht, die Taucher in rund 14 m Tiefe überrascht. Falls Sie das Tauchen reizt, gehört das Budget hierher: Pakete von 3 bis 5 Tagen liegen zwischen 300 und 500 €, Unterkunft und Mahlzeiten inklusive.

Von El Nido nach Coron: Schnellfähre oder Bangka-Expedition

Zwei Wege verbinden die beiden Standorte. Der schnelle: die Fähre, 3 h 30 bis 4 h 30 Überfahrt je nach Seegang, in der Größenordnung von 30 € pro Person, in der Hochsaison ein bis zwei Tage vorher zu buchen. Der unvergessliche: eine Bangka-Expedition von 3 Tagen und 2 Nächten durch die Linapacan-Inseln, Nächte in Bambushütten an menschenleeren Stränden, gegrillter Fisch über Holzfeuer, null Netz. Rechnen Sie mit 200 bis 300 € pro Person, alles inklusive, je nach Veranstalter und Komfortniveau. Für viele unserer Reisenden ist es die Erinnerung Nummer eins, unter einer Bedingung: drei Tage sehr einfachen Komfort akzeptieren, dünne Matratzen und Süßwasserduschen aus dem Eimer inklusive.

Bargeld ist Pflicht, nicht Kür

Die Geldautomaten in El Nido und Coron sind rar, oft leer oder limitiert, mit Gebühren bei jeder Abhebung. Heben Sie den Großteil Ihrer Pesos in Manila oder Puerto Princesa ab: Die meisten Touren, Guesthouses und kleinen Restaurants akzeptieren nur Bargeld. Planen Sie den Gegenwert von 4 bis 5 Tagesausgaben in bar ein, verteilt auf zwei verschiedene Stellen in Ihrem Gepäck.

Wann reisen, wie viel einplanen

Das sichere Zeitfenster reicht von Dezember bis Mai, die Trockenzeit: befahrbares Meer, Bootsausflüge nahezu garantiert. Von Juni bis November streichen Monsun und Taifune regelmäßig die Touren, manchmal mehrere Tage in Folge, was einer kurzen Reise die Substanz nehmen kann. Unser liebster Kompromiss: Februar bis April, weniger Regen und weniger Menschen als an den Feiertagen zum Jahresende. Beim Budget bleibt Palawan vor Ort sehr erschwinglich: 30 bis 60 € pro Tag und Person ohne Flüge bei einfacher Unterkunft, mehr, wenn Sie auf Resorts zielen. Dazu die praktischen Eckdaten: Zeitverschiebung von +6 h im Sommer und +7 h im Winter, Reisepass mit 6 Monaten Gültigkeit erforderlich, und visumfreie Einreise für 30 Tage für europäische Staatsbürger, die per Flugzeug ankommen. Das überall gesprochene Englisch macht die Reise erstaunlich reibungslos.

„Zwei Standorte, eine Überfahrt, Dutzende Inselchen: Der Norden Palawans ist einer der seltenen Orte, an denen die einfachste Route zugleich die spektakulärste ist.“

– Unsere Überzeugung, nachdem wir sie mehrfach gebaut haben
Zum vollständigen Philippinen-Porträt

Lust auf diese Reise zu Ihren Daten, mit der richtigen Kombination aus Inlandsflügen, in der richtigen Reihenfolge gebuchten Touren und einer Bangka-Expedition, wenn Ihnen der Sinn danach steht? Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt: Wir bauen die Route, identifizieren die kritischen Buchungen, und Sie reisen mit einem Roadbook ab, das auch ohne Netz funktioniert.

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